IMG_0112Die Reformierte Kirche in Blumenthal ist kein sehr altes Gotteshaus wie in Bremen der Dom oder Unser Lieben Frauen, sie ist aber mit ihrem Baujahr 1879 die älteste evangelische Kirche im Stadtteil. Außerdem enthält sie Zeugen einer langen Geschichte, die bis in das 16. Jahrhundert, die Zeit der Reformation zurückführen.

Im heutigen Bau versammelt sich die kleine Evangelisch- reformierte Gemeinde, die zur Bremischen Evangelischen Kirche gehört. Mit drei anderen Gemeinden in Aumund, Farge und Wasserhorst ist sie geprägt vom Bekenntnis und von der Kirchenordnung der reformierten Lehre, die auf den Reformator Johannes Calvin zurückgeht und sich von der lutherischen und allgemein evangelischen Tradition in einigen wesentlichen Punkten unterscheidet. Ein sichtbarer Unterschied ist die Schlichtheit des Kirchenraums und der Gottesdienstordnung. Allerdings hat der Architekt, der selbst aus einer lutherischen Gemeinde stammte, die charakteristischen Merkmale des reformierten Gottesdienstes in seinem Entwurf nicht berücksichtigt.

Die Kirche bildet mit dem vierjochigen Langhaus, dem Querschiff und der Apsis die traditionelle altkirchliche Kreuzform. Von der früher üblichen Ostung (Ost-West – Ausrichtung) weicht sie etwas nach Nordosten ab. In den drei ersten Jochen ist sie fast einschiffig, abgesehen von schmalen Seitengängen. Im vierten Joch weitet sich der Raum durch an die Vierung anschließende kapellenartige Anbauten. Durch sie wird der Zentralbereich von Langhaus und Querhaus dreischiffig und bildet ein geräumiges Quadrat, in dem die Gemeinde sich nahe an der Kanzel und am Abendmahlstisch versammeln kann. Auch die Emporen finden im erweiterten Querschiff reichlich Platz, ohne den Raum optisch einzuengen. Die Kirche bot ursprünglich 1.100 Sitzplätze, die seither durch Auseinanderrücken der Bänke verringert worden sind. Sie ist aufgrund ihrer Größe und guten Akustik auch für Konzerte und andere Aufführungen sehr geeignet.

 

Geschichte

Einige Daten aus der Geschichte unserer Kirche.

Gebäude

Ein kleiner Rundgang durch die Kirche . . .