Umweltschutz – Bewahrung der Schöpfung

Ein merkwürdiges Tier tauchte in unserer Kirchengemeinde in diesen Monaten und den nächsten Jahren
immer wieder auf:

–        es steht nicht unter Naturschutz, sondern schützt die Natur

–        es ist eine neue Kreatur, die es so bisher nur ganz selten gibt

–        nur wenn alle mithelfen ist es lebensfähig

Ein Grüner Hahn wird durch unsere Kirche und alle Gemeindeveranstaltungen flattern, er wird sich im Gemeindebüro niederlassen und im Konfirmandenunterricht krähen.
Wenn wir alle mitmachen, dann wird er sich bei uns wohl fühlen und bei uns heimisch werden – und das wäre für ALLE ein Gewinn.

Inzwischen hat sich der Grüne Hahn schon ganz schön gemausert. In verschiedenen Gremien und Gruppen war er schon Thema. Erste Beschlüsse sind bereits vom Kirchenrat gefasst worden. Beim Gemeindefest war auf Schautafeln nachzulesen, was schon erreicht wurde und was noch geplant ist. Auch beim Gemeindekonvent werden wir uns damit beschäftigen.

 

Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren oder Fragen/Anregungen dazu haben,
wenden Sie sich bitte an den Umweltmanagementbeauftragten unserer Gemeinde:

Herr Manfred Hilke (Kontakt über unser Gemeindebüro – Tel. 51702727).

Der Grüne Hahn ist ein Umweltmanagementprojekt der Kirchen – Infos dazu finden sie hier:

Das Umweltteam hat das Projekt “Grüner Hahn” eigentlich auf das Gemeindehaus beschränkt. Da jedoch das Beheizen unserer Kirche eine ebenso große finanzielle wie ökologische Belastung darstellt, haben wir bereits jetzt ein “Vorläufiges Umweltprogramm” für die Kirche vorgeschlagen, dem der Kirchenrat zugestimmt hat.

Das größte Problem bei alten Kirchen sind im allgemeinen undichte Stellen, durch die warme Luft entweicht und kalte Luft von außen nachströmt, so dass es zunächst darum geht, diese Schäden zu beseitigen.

Folgende Maßnahmen sollen durchgeführt werden:
1. Abdichten der Löcher (wg. Kabeldurchführungen o.ä.) im Deckengewölbe.
2. Abdichten der Holzdecken über den Seitengängen, z.B. durch Unterschrauben von Holzplatten (evtl. mit etwas Wärmedämmung).

3. Abdichten des Orgelbodens gegen den Turm.

a) Erneuerung und Abdichtung der Tür zum Orgelboden.

b) Erneuerung und Abdichtung der Tür in der hinteren Orgelverkleidung.

c) Schließen der Löcher in der hinteren Orgelverkleidung.

4. Abdichten der Eingangstüren durch zusätzliche Leisten und Dichtbänder.

a) Haupteingang

b) Seiteneingänge

5. Einbau einer zweiten äußeren Scheibe bei den Fenstern direkt über den Heizkörpern sowie im Treppenaufgang zur Orgel.

6. Optimierung der Heizungsregelung.
Alle diese Maßnahmen erfordern relativ geringe Investitionen und versprechen eine merkliche Verbesserung der energetischen Situation.

Als Maßnahme, die keinerlei Investition erfordert, empfehlen wir eine zeitliche Ausdehnung der „Winter-kirche” (Gottesdienste im Gemeindehaus) und eine flexible Handhabung des Übergangs zum Gottesdienst in der Kirche je nach der Temperaturentwicklung im Herbst bzw. Frühjahr.

 

Unabhängig von den genannten Maßnahmen schlagen wir zur Einsparung von Leitungswasser zur Versorgung des Friedhofes vor, die Zisterne neben der Kirche zu erweitern oder einen Brunnen zur Einspeisung in die vorhandene Zisterne schlagen zu lassen (dies ist vermutlich kostengünstiger).

Zur Erfassung des Wasserverbrauchs auf dem Friedhof raten wir zum Einbau einer Wasseruhr.

 

Das Umweltprogramm für das Gemeindehaus wird noch bearbeitet; es wird in mehrere Bereiche gegliedert sein. Die zu erfolgenden baulichen Maßnahmen werden noch mit der Bauabteilung der BEK besprochen. In seiner Sitzung im Juni wird sich der Kirchenrat schwerpunktmäßig mit dem Umweltprogramm beschäftigen.