Veranstaltungsreihe „Antisemitismus“

EvA – Die kleine Evangelische Akademie im Stadtteil

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Er war sicherlich nie weg – und doch ist der Antisemitismus zurück. „Jude“ ist wieder ein Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen, Kritik an Israel bekommt schnell einen dämonisierenden Charakter, stellt die Legitimation des Staates Israel infrage und wird mit Doppelstandards vorgetragen. Juden in Deutschland stellen sich die Frage, ob sie nach Israel auswandern sollen. Unsere Veranstaltungen sind kostenfrei und können in der Regel ohne Anmeldung besucht werden. Für das Halbtagesseminar bitten wir um Ihre Anmeldung!

Folgende Veranstaltungen bieten wir Ihnen an:

Mittwoch, 06.03.2019, 19:30 – 21 Uhr: Filmabend und Diskussion
Judenhass in Europa – Antisemitismus in Europa
Die Angst geht wieder um in Europa. Regelmäßig fürchten sich jüdische Menschen vor Angriffen auf offener Straße, ihre Kinder berichten von Mobbing in der Schule. Friedhöfe werden geschändet, bei Aufmärschen Hassparolen skandiert. Den Ursachen für diese neue Welle des Antisemitismus, in Deutschland sowie in den Nachbarländern Polen und Frankreich, ist ein Reporterteam nachgegangen. Die Ergebnisse dieser Recherchen werden im Anschluss an den Film diskutiert.

Mittwoch, 13.03.2019, 19:30 – 21 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Dr. Juliane Wetzel
Antisemitismus in Deutschland
Antisemitismus ist ein zentrales Merkmal des Rechtsextremismus – doch er findet sich in allen gesellschaftlichen Schichten. Während der religiös motivierte Antisemitismus heute nicht mehr sonderlich weit verbreitet ist, haben sich neben dem klassischen Antisemitismus noch der sekundäre und der israelbezogene Antisemitismus ausgebildet. Diese neuen, versteckteren Formen lassen sich häufig nicht leicht erkennen. Was Antisemitismus ist, woran man ihn erkennt, an welchen Stellen er uns begegnet und wie wir darauf reagieren können – dies alles soll besprochen und diskutiert werden.

Samstag, 16.03.2019, 14 – 18 Uhr: Halbtagesseminar mit Dr. Kuno Füssel
Judenfeindschaft im Johannesevangelium?
Im Johannesevangelium stehen Sätze, die judenfeindlich verstanden werden können und in der christlichen Theologie auch lange so verstanden wurden. Aber müssen sie so verstanden werden? Sind sie wirklich judenfeindlich? Verbirgt sich nicht vielmehr unter dieser scheinbar offensichtlichen Kritik an „den Juden“ eine sehr subtil formulierte, aber doch deutliche Kritik an der römischen Besatzungsmacht, oder handelt es sich um eine „innerchristliche“ Auseinandersetzung?
Anhand exemplarischer Bibelstellen wird diesen Fragen nachgegangen. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung im Gemeindebüro unter der Telefonnr. 0421 – 51702727 erforderlich!

Mittwoch, 20.03.2019, 19:30 – 21 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Dr. Felix Riedel
Facetten eines israelbezogenen Antisemitismus
Wo sind die Grenzen zwischen Israelkritik und Antisemitismus? Welche Verbindungslinien gibt es zwischen Antizionismus und Antisemitismus? Gibt es gar einen strukturellen Antisemitismus? Um diese Fragen beantworten zu können, richtet sich der Blick zunächst auf die Hintergründe des Nahostkonfliktes: Es wird vorgestellt und diskutiert, wie man antisemitische Israelkritik entlarven kann.

Mittwoch, 27.03.2019, 19:30 – 21 Uhr: Lesung und Diskussion mit Juna Grossmann
Antisemitismus aus jüdischer Sicht
In der Beschäftigung mit Antisemitismus kommen meist nicht-jüdische Stimmen zu Wort – seitens Wissenschaft und Politik. Das Phänomen wird dabei aus der Außenperspektive betrachtet und das, obwohl antisemitistische Äußerungen gerade im Alltag von Jüdinnen und Juden ihnen selber begegnen. In dieser Veranstaltungsreihe soll daher mit der Autorin Juna Grossmann auch eine jüdische Stimme gehört werden, die aus der eigenen Sicht über ihre Erfahrungen, die Auswirkungen auf ihr Glaubensleben und über ihre Wünsche für Handlungsstrategien gegen Antisemitismus berichtet. Frau Grossmann liest dabei aus ihrem Buch „Schonzeit vorbei. Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus“, erschienen im Droemer-Verlag, ISBN: 978-3-426-27775-1.

20.03.2019 – 06.04.2019: Ausstellung
„Man hat sich hierzulande daran gewöhnt.“
Die Wanderausstellung der Amadeu-Antonio-Stiftung informiert über die Gefahren und Bedrohungen durch aktuellen Antisemitismus und zeigt dabei seine Alltäglichkeit auf. Auf zehn Stelltafeln wird besonders der gegenwärtige Antisemitismus in Deutschland thematisiert, sowie seine Ursachen und Funktionen erläutert.
Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Was ist Antisemitismus? Wie drückt er sich im Alltag aus? Wie ist seine globale Dimension zu greifen?
Eine Besichtigung ist am 20.03., 27.03. und 03.04.2019 jeweils von 18 – 19:30 Uhr sowie nach Vereinbarung möglich.

Gottesdienste zum Thema Antisemitismus
10.03.2019, 10 Uhr: Gottesdienst mit Ältestenprediger Arne Hilke
24.03.2019, 10 Uhr: Gottesdienst mit Pastor Ulrich Klein

Die Reihe findet statt in enger Kooperation mit der Ev.-luth. Kirchengemeinde Bremen-Bockhorn und dem Ev. Bildungswerk Bremen.
Wir danken der Landeszentrale für politische Bildung Bremen, dem Projekt „Partnerschaft für Demokratie“ und der Bremischen Evangelischen Kirche für ihre freundliche Unterstützung.
lzpb-bremen.de | partnerschaftfuerdemokratie.bremen.de | kirche-bremen.de

Hier finden alle Veranstaltungen statt:
Ev.-ref. Kirchengemeinde Bremen-Blumenthal
Landrat-Christians-Straße 78
28779 Bremen
refo-blumenthal.de

                              

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